…oder wie ein anderer soeben entdeckter Artikel soeben schrieb: das Dilemma des E-Mails. Leider geht dieser Artikel auf einen wesentlichen Aspekt der schriftlichen Kommunikation nicht ein. Durch das verringern der Kommunikation um 1.5 Sinne (das Hören [Tonlage] und teilweise das Sehen [Mimik]), war die schriftliche Kommunikation schon immer problematisch genug. Sehr schnell kann ein “ich habs doch gesagt”, als Vorwurf wahrgenommen werden statt als Mitfreude.
Durch diese neue unkomplizierte Art der Kommunikation rollt eine unaufhaltbare Informationsflut auf den einzelnen Menschen zu. Jeder hat das Gefühl jeden informieren zu müssen. Die Menge an Informationen können nur noch durch strikte Trennung des Spreus vom Weizen bewältigt werden – natürlich immer mit dem Risiko, dass man auch mal etwas Wichtiges übersieht oder einfach nicht erfährt. So wie in den “guten alten Zeiten” auch, als man bei einer Information nicht gerade an Ort und Stelle war.
Wenn dann E-Mails als Kommunikationsmittel der Priorität missbraucht werden (Erwartung der unmittelbaren Reaktion), spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte der betroffene Benutzer von dieser neuartigen Kommunikationsart absehen.
Ein einfaches Telefon oder ein einfaches Gespräch unter vier Augen wird heute leider oft viel zu wenig angewendet, oder gerade im ersten Fall auch oft missbraucht – jeder ist heute (fast) jederzeit erreichbar. Eines ist jedoch klar, wir müssen mit diesen neuen Kommunikationsmitteln leben lernen…

