Die Suche nach einem Hochzeitsfotografen hat sich für uns als relativ “einfach” erwiesen – einfach eigentlich aber nur, weil der grösste Teil der Fotografen noch in der Vergangenheit zu leben scheint. Doch die ganze Geschichte von vorne…
Wie es so ist bei allen Heiratswilligen, haben sie meist noch mehr als die Hälfte des Lebens vor sich und möchten die Fotos der Hochzeit auch gerne noch in 20 oder gar 40 Jahren anschauen. Nun zumindest wir hatten so unsere genauen Vorstellungen von “unserem” Fotografen:
- Bilder in voller Qualität digital (schliesslich haben wir ja auch bereits einen digitale Bilderrahmen, einen Multimedia PC für die Diashow am Fernseher – was in Zukunft sicherlich nicht weniger wird)
- Teilbildrechte bei uns (immerhin sind wir ja auch die Darsteller)
- Vervielfältigungrechte nach spätestens einem Jahr bei uns (einige Fotografen besitzen ein kleines Fotolabor, da ist es meines erachtens klar, dass diese die Bilder selbst auf Papier produzieren möchten – doch spätestens nach einem Jahr sollte es uns möglich sein, diese auch selbst so nachproduzieren zu können)
- Elektronisch erreichbar sollte er sein (gehört heute einfach dazu)
- Eigene Homepage mit Beispielen (erster Einblick in die Qualitäten eines Fotografen)
- Vernünftiger Preis
Na gut, eigentlich sollte dies ja eigentlich in der heutigen Zeit kein Problem mehr, oder? Weit verfehlt!
Rund 10 Offertanfragen haben wir per E-Mail verschickt. Eine einzige kam sofort zurück, die zweite nach drei Tagen, nach 10 Tagen hatten wir zumindest fünf, die restlichen Anfragen sind wohl immer noch in den Posteingängen der Fotografen und warten darauf gelesen zu werden.
Na gut nun mal zum ersten Punkt. Zweimal kam die folgende Antwort: “Unser Fotograf macht zwar immer noch analoge Bilder. Natürlich können sie die Bilder aber auch digital haben (eingescannt), sie erhalten diese in einer Grösse von 640×480 Pixel!”. Bei einem Fotografen war die digitale Anfertigung überhaupt nicht möglich. Ja, richtig gehört – drei weniger auf unserer Liste.
Bei den letzten beiden entschieden wir uns dann für die mit der vorhandenen Homepage und der schnellsten Rekationszeit auf die verschickten E-Mails. Ein Glücksgriff, denn die Fotos sind hervorragend, allesamt digital aufgenommen, nachbearbeitet und per 2-DVD’s eingetroffen. Wir können Beatrice Bühlmann nur weiterempfehlen.
1 Kommentar
Carlo Schüller sagt:
21. November 2008 von 16:12 (UTC 1 )
Hallo Patrick
Ich bin Hochzeitsfotograf und fotografiere auch Mode und für die Werbung. Ich kann verstehen, wenn Kollegen die Qualität Ihrer Bilder von A-Z Kontrollieren wollen. Neulich hatte ich da eine Kundin die ab der Online Gallerie, die nur zur Bildauswahl da war, einen Abzug anfertigen liess. Wenn ich jetzt denke, das dieser nun schön gerahmt für jahrelang an ihrer Wand hängt und sie sagt: der und der war der Fotograf… fröstelts mich ein wenig….
Bei mir gibts übrigens aber trotzdem eine DVD mit den optimierten Hochzeitsbildern in hoher Auflösung. Somit kann der Kunde Abzüge seiner Hochzeit selber bestellen.
Vernünftiger Preis: Der ist abhängig von der Reputation und Erfahrung des Fotografen. Nicht zu unterschätzen ist die Zeit welche für die Auswahl und Nachbearbeitung der Bilder drauf geht. Bei 8h fotografieren, bin ich in der Regel auch 8 Stunden mit der Auswahl und Nachbearbeitung der Hochzeitsbilder beschäftigt.
Gruss
Carlo