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Nov
18
2007

SFV verliert noch mehr an Glaubwürdigkeit

Nun ist es also tatsächlich so, wie man bereits Monate zuvor erwartet hat. Das Ultimatum des Schweizerischen Fussballverbandes SFV für das Einreichen eines Baugesuches für ein Super League taugliches Stadion wurde um zwei Jahre hinaus verschoben. Dieses Hinausschieben zu diesem Zeitpunkt (nur gerade vier Monate vor dem Ende des Ultimatum) ist lächerlich und zeigt einmal mehr die Unglaubwürdigkeit des Schweizerischen Fussballverbandes.

Jahrelang wurden sämtliche Vereine und Orte mit diesem Termin unter Druck gesetzt. Als der SFV nun für die nächste Saison zu rechnen begann, hatte er wohl festgestellt, dass es im schlimmsten Fall gar nicht mehr genügend Mannschaften mit einem Super League tauglichen Stadion geben würde, um die Liga mit zehn Teams zu füllen. So kommt es nun zu einem Rückzieher, zu einem von mir aus aber absolut ungünstigen Zeitpunkt.

Die Stadion Abstimmung in Thun ist in der Endphase, zwar ein bisschen getrübt durch die Schlagzeilen der letzten Tage, doch hat eines nichts mit dem anderen zu tun. Nun eliminiert der Schweizerische Fussballverband mal kurzfristig ein Pro-Argument. Eliminiert ist sicherlich das falsche Wort, er verschiebt es nur um zwei Jahre. Für jeden Anti-Stadion Thuner heisst dies doch nun automatisch auch, dass der SFV das Ultimatum in zwei Jahren wiederum verschiebt…

Wenn die Liga schon nach amerikanischem Vorbild professionalisiert werden soll und damit den Sport selbst absolut als zweitrangig anschaut, wieso wird dann die Liga nicht gerade anhand der finanziellen und infrastrukuriellen Möglichkeiten des Vereins festgelegt. Auf- und Abstieg gäbe es nur noch aufgrund finanzieller Veränderungen…

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