Vielen Dank für den Leserbrief von René Lauper (Vorstandsmitglied IGT, Thun). Im Gegensatz zu ihm, finde ich es allerdings schade, dass ein Teil der Innenstadt heute mit Autos befahren wird. Die Meinung zur Fussgängerzone teile ich jedoch nicht. Ich finde es schade, dass eine so schöne Stadt mit Autos vollgepflastert ist.
Ja zum Stadion, Nein zur totalen Fussgängerzone
Das Lachenstadion ist stark sanierungsbedürftig und muss ersetzt werden, kann aber von der Stadt nicht finanziert werden. Thun braucht ein neues Stadion für den Spitzensport und zusätzliche Anlagen für den Breitensport. Damit es ohne Steuergelder von privaten Investoren gebaut werden kann, braucht es die Koppelung mit einer kommerziellen Zusatznutzung, dies unter anderem auch in Form eines Einkaufszentrums.Die daraus erwachsende Konkurrenz zu den Innenstadtgeschäften löst bei den betroffenen Geschäftsleuten Besorgnis aus. Meiner Meinung nach wiegt aber die Tatsache, dass der Wirtschaftsstandort durch den Bau dieses attraktiven Stadions mitsamt Mantelnutzung nachhaltig gestärkt wird, die Befürchtung von Umsatzeinbussen in der Innenstadt auf. Marktanalysen haben bestätigt, dass mit der wachsenden Bevölkerung in der Region und der steigenden Mobilität zusätzliche Einkaufscenter einem Bedürfnis entsprechen und somit ohnehin geplant werden. Darum, packen wir die Chance und sagen Ja zum Vorschlag «Stadtrat« und lehnen den Volksvorschlag ab. Wer für eine attraktive, lebendige Innenstadt einsteht und die Geschäftsleute unterstützen will, lehne zudem die überrissene SP–Initiative zur überdimensionierten Fussgängerzone ab, denn diese würde den Lebensnerv der Innenstadtgeschäfte empfindlich treffen.