Stadion Thun-Süd: Damit wir nicht zur Lachnummer werden
14. November 2007 @ 07:35 | fc thun, stadion, stadion thun süd, thunVielen Dank auch an den Schreiber des folgenden Leserbriefs Gerhard Schmid:
Damit wir nicht zur Lachnummer werden
Am 9.Dezember sind wir aufgerufen, uns an der Urne zu einer Umzonung eines Terrains in Thun-Süd zu äussern. Bei einem positiven Abstimmungsresultat, sprich Variante Stadtrat ja, Variante Volksvorschlag nein, erhält die Stadt Thun gratis und franko ein neues Fussballstadion für 30 Millionen Franken geschenkt, parallel dazu Perspektiven für zusätzliche Spielfelder für den Breitensport. Sachliche Gründe gegen die Stadtratsvariante kann ich mit bestem Willen nicht feststellen. Hie und da höre ich, dass wir kein weiteres Einkaufszentrum brauchen oder man ist mit der Klubpolitik des FC Thun nicht einverstanden.Aber es ist doch nicht an uns, zu entscheiden, ob es ein Einkaufszentrum braucht oder nicht. Wenn ein Investor da ist, der investieren will, ist das doch allein sein Entscheid, zudem sind ohnehin im überwiegenden Teil Fachmärkte vorgesehen. Wenn nicht in Thun-Süd, werden diese sicher in einer Nachbargemeinde realisiert. Zur Klubpolitik des FC Thun ist zu sagen: Natürlich wurden in der Vergangenheit offenbar Fehler gemacht. Dies sollte aber kein Grund sein, ein zukunftsgerichtets Projekt abzulehnen.
Ein wichtiges Argument für die vorliegende Umzonung wurde in den bisherigen Diskussionen kaum zur Kenntnis genommen. Bei Annahme der Variante Stadtrat bleibt nämlich ein bedeutender Teil der in Frage stehenden Fläche grün (für die zusätzlichen Spielfelder).
Bei Ablehnung könnte die Burgergemeinde ja später auf die Idee kommen, eine «rentablere» Umzonung anzustreben und das Terrain etappenweise ganz zu überbauen. Dieses Argument sollte auch alle «grün» Denkenden zu einem Ja zur Stadtratsvariante motivieren.
Es geht um ein positives Zeichen, welches wir von unserer Stadt aussenden können, es geht um Aufbruch in die Zukunft.
Ich hoffe ganz fest, dass wir am Abend des 9.Dezember nicht zur Lachnummer der Nation werden, zum Seldwyla der Schweiz, eine Stadt, die ein Geschenk von 30 Millionen Franken ablehnt!

