Ebenfalls im heutigen Thuner Tagblatt von Mark van Wijk:
Rote Karte für den «Volksvorschlag»
Das Unterstützungskomitee «Für das Stadion» weiss, was es will. Es informiert pro-aktiv, transparent, offen, ehrlich und klar und liefert sämtliche wichtigen Fakten im Hinblick auf die Abstimmung in einer kleinen Broschüre unter dem Titel «Thun braucht ein neues Stadion». Das Pro-Komitee tritt ehrlich und überzeugend auf und klärt die Öffentlichkeit wahrheitsgetreu auf. Und: Das Komitee konnte GFL-Stadtrat Thomas Hiltpold mit ins Boot nehmen – ein kluger Schachzug. War es doch Herr Hiltpold, der am 12. Februar 2006 noch massiv gegen das damalige Projekt gekämpft hat. Nun hilft er mit, dass in Thun Süd das Stadion zu Stande kommt. Chapeau! Das Komitee hat erkannt, um was es am 9. Dezember geht: Es geht um ein Millionen-Geschenk für Thun! In überzeugender Art und Weise hat das Komitee mit der Stadt, mit der Burgergemeinde, mit den Investorin und dem FC Thun den Dialog gesucht, um Lösungen zu finden. Das Komitee hat alles unternommen, damit am 9. Dezember die Abstimmung gewonnen werden kann – mit einem Ja zur Variante «Stadtrat» und einem Nein zum «Volksvorschlag». Der Stadtrat hat mit 37:1 für die Zonenplanänderung votiert. Die Vorzeichen stehen gut. Und auch die Thuner Stadtregierung steht hinter dem Projekt. Jetzt gilt es, für die Familiengärten – die unabhängig von der Stadionvorlage ihre Gärten räumen müssen – noch Alternative-Standorte oder sonstige Lösungen zu finden. Kurz: Thun soll die Abstimmung als gesamtheitliche Chance betrachten! Auch als Chance für die Peripherie Thun Süd, als Chance für eine positive, städtebauliche Entwicklung! Deshalb: Rote Karte für den «Volksvorschlag»!
Ist das nun ein Zeitungsartikel, eine Kolumne, eine Abstimmungsbotschaft oder wirklich ein Leserbrief? Sogar ich als Stadionbefürworter muss klar sagen, dass dieser Leserbrief nun etwas gar zu fest geschleimt ist!