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Jul
20
2007

FC Thun startet in die neue Saison 2007/08

Morgen beginnt für den FC Thun die neue Saison gegen den FC Sion. Nach den sehr negativen Einschätzungen des FC Thun von Presse und (Alibi-)Fussballexperten, versuche ich jeden Rang einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zuzuordnen. Vorerst muss aber noch folgendes gesagt sein: der FC Thun hatte bereits in der letzten Saison das für die Thuner stärkste Kader aller Zeiten zusammen, dieses Jahr wurde es zudem optimal ergänzt. Die Gründe für das schlechte Abschneiden in der letzten Saison lag klar an Unstimmigkeiten im Team, welche von alt eingesessenen Herren aus gingen. Dies Unstimmigkeit konnte im letzten Halbjahr zumindest zu einem erheblichen Teil durch den ehemaligen Assistenztrainer Marcolli (Sportpsychologe) aus der Welt geschaffen werden. Heute scheint die Mannschaft wieder eine gefestigte Truppe, welche zu allem bereit ist.

Schweizer-Cup: Der liegt den Thunern irgendwie nicht so, ich denke auch dieses Jahr gelingt es Thuner kaum über den 1/4-Final hinaus. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

10. Rang: Wenn die Stimmung im Team wiederum eine Kertwende macht, na dann gute Nacht. Sonst eher unwahrscheinlich. Weshalb zum Beispiel ein Luzern höher eingeschätzt wird als Thun, ist äusserst fragwürdig. Aarau wird wohl oder übel wahrscheinlich in den sauren Apfel beissen, zuviel hat sich hier geändert.

9. Rang: Auch dieser Rang würde mich beim FC Thun überraschen, denn das hiesse wirklich, dass die Stimmung im Keller ist. Oder das Stadionprojekt ging bachab und der FC Thun musste sich in der Winterpause von einigen Spielern trennen. Luzern wird den 9. Rang belegen.

8. Rang: Einige Unsicherheitsfaktoren gibt es auch noch beim FC Thun. Hält Iashvili was man von ihm verspricht, oder anders ausgedrückt: ist das Mittelfeld der Thuner endlich wieder in der Lage den Sturm mit Bällen zu versorgen? Kann Omar auch in der Super League überzeugen? Unsicherheiten gibt es auch bei Xamax. Können sich die vielen neuen teuren Spieler ins Team integrieren oder sind sie Schatten ihrer selbst. Xamax wird maximal auf dem 8. Rang landen.

7. Rang: Ist das junge Kader der Berner Oberländer im Kopf bereits genügend weit? Kann ein Deumi in der Verteidigung ersetzt werden? Gibt es manchmal noch Abstimmungsprobleme und blöde Fehler? Wird der Sturm mit Bällen gefüttert? Nein, auf dem 7. Rang landet der FC Sion.

6. Rang: Es läuft dem FC Thun gut. Einige Kanterniederlagen müssen noch eingesteckt werden (war ja jede Saison so), die Thuner überraschen aber immer wieder gegen die Favoriten. Die Plazierung des FC Thun wird immer wahrscheinlicher, doch ich glaube der FC St. Gallen wird den 6. Rang belegen.

5. Rang: Diva’s hat der FC Thun hoffentlich keine mehr. Dann wird auch die Stimmung steigen. Scarione spielt die Spiele seines Lebens. Die Innenverteidigung harmonisiert. Nur der Sturm braucht wie schon immer zig-Chancen um ein Tor zu erzielen. Trotzdem wird einer dieser Stürmer Torschützenkönig. Das meistüberschätzte Team der Liga bekommt den 5. Rang: die Biber BSC YB.

4. Rang: Iashvili und Omar sind ein sicherer Wert für die Thuner. Das Mittelfeld blüht auf, aber auch die Aussenverteidigung bringt starke Flanken – über den Kampf zum Sieg. Wenn da doch nur die für Thuner Verhältnisse normale Chancenauswertung wäre. Die Thuner auf dem 4. Rang!

3. Rang: Den Thunern läuft es sehr gut. Iashvili braucht nur einen Drittel der Chancen von Rama (und damals auch Lustrinelli) um ein Tor zu erzielen. Omer kann sogar gerade laufen. Doch Chancen gibt es dank dem guten Mittelfeld ja genug. Einzig die Verteidigung und die Torhüter kassieren manchmal noch faule Eier. Der FCZ wird dritter, Aegerter bringt nicht das, was sich die Zürcher erhofften.

2. Rang: Ein Lauf, die Thuner haben einen Lauf. Spassfussball vom Schönsten und Besten. Sogar Rama trifft jede dritte Chance ins Netz. Der zweite Rang belegt der FC Basel. Zuviele verwöhnte Spieler hat der FCB in seinem Kader. Das kann einfach nicht reichen.

1. Rang: Spassfussball – Iashvili, Rama und Omar werden Torschützenkönig der Liga. Die Verteidigung hält dicht und ist die beste der Liga. Auch Standardsituationen führen neuerdings beim FC Thun zu Toren. GC hat mit Latour zusammen geschickt eingekauft und das Kader sowas von optimal ergänzt, dass dies die logische Konsequenz ist.

Absteiger: FC Luzern, FC Aarau, FC Thun – alle zusammen wegen fehlendem Baugesuch für ein neues Stadion. Damit ist der Sport nun endgültig gestorben und es wird eine neue Meisterschaft gegründet (ausserhalb des SFV), in der Sport noch im Vordergrund steht.

Nun noch ein paar Sätze zu den einzelnen Spielern im Kader des FC Thun:

Patrick Bettoni: Ein sicherer Wert, wenn die Abstimmung in der Verteidigung stimmt. In guten Tagen ist er ein Hexer, in schlechten hält “nur” die Bälle, welche er auch wirklich halten muss (praktisch keine Eier).

Alain Portmann: Hext immer, in regelmässigen Abständen aber auch sich selbst aus. Er hält die Unhaltbaren in fast jedem Spiel, kassiert aber in seinen besten Spielen ein Ei.

Lukas Dosek: Wenn er das Vertrauen spürt, macht er einen soliden Eindruck. Seine Flanken sind zum Teil brandgefährlich. In der Verteidigung war er in der letzten Saison zum Teil recht langsamer als sein Gegenspieler.

Vedran Jese: Im Moment noch nicht fit, war aber im letzten Jahr einer der wichtigsten Spieler der israelischen Meisterschaft.

Sandro Galli: Ist jung und kann sich entwickeln. Über den Kampf zum Erfolg und dann kommt es gut…

Marco Hämmerli: Letzte Saison hat er für sein Alter eine sehr gute Leistung abgeliefert. Auf diese Erfahrung kann er in dieser Saison zurückgreifen.

Mario Schönenberger: Ist jung und kann sich entwickeln. Über den Kampf zum Erfolg und dann kommt es gut…

Joao Paulo Di Fabio: Gegen den Schluss der Meisterschaft klar der beste Verteidiger im Thuner Team (war besser als Deumi). Ein sicherer Wert! Wenn er in der Innenverteidigung spielt, dann kommt es gut.

Yves Zahnd: Hat seine Einsätze in der Innenverteidigung mit Bravour geleistet. Kann nun auf seine Erfahrung aus der letzten Saison zurückgreifen.

Roman Friedli: Da bin ich mir noch nicht so sicher, ob dies wirklich gut kommt. Hat zwar eine gute Übersicht, setzt aber fast keine Akzente in der Offensive.

Alejandro Gavatorta: Kampf und Wille sind da, wird er dies in jedem Spiel abrufen können?

Andres Gerber: Gring abe und seckle – ohne Einsatz, Kampf und Selbstvertrauen hat er keine Chance. Zu beschränkt sind seine Möglichkeiten. Wenn sein Spiel auf dem Rasen läuft und nicht in der Presse, dann kann er nochmals aufblühen.

Ezequiel Oscar Scarione: Der lässt diese Saison einige ehemalige FC Thun Spieler vergessen. Am Fuss besser als Adriano und vorallem kann er den letzten Pass geben. Ein Schuss aus der zweiten Reihe – kein Problem.

Nelson Ferreira: Kämpfe, kämpfe, kämpfe – dann gelingt unserem ewigen Talent auch eine gute Meisterschaft.

Ari Nyman: Der ruhige Pool im defensiven Mittelfeld oder gar der Innenverteidigung. Lässt nichts anbrennen.

Milaim Rama: Wenn die Bälle aus dem Mittelfeld oder von aussen – wie damals als er ein Tor ums andere traf – kommen, dann sieht es rosig für Rama aus. Falls er dann überhaupt noch zum Spielen kommt. Fakt ist: Rama hat heute die bessere Chancenauswertung als damals.

Pape Omar Faye: War in der Offensive des FC Vaduz ein sicherer Wert und hat dort immerhin 12 Tore geschossen. Mal schauen, wie sich dieses “Juwel” weiterentwickelt hat.

Julian Bühler: Vielleicht dient er mal ausnahmsweise nicht der eidgenösischen Armee, sondern dem FC Thun. Denn dann kam es meist gut!

Da sind noch unter anderem die beiden Neuverpflichtungen Iashvili und Guldan. Iashvili wurde gross angepriesen, seine Statur ist überaus kräftig und könnte durchaus der ewig gesuchte Knipser sein. Von Guldan habe ich bisher eher gegensätzliches gehört, schien aber den Staff zu überzeugen.

Bewusst nicht aufgeführt: Sascha Stulz (3. Ersatztorhüter), Ibrahim Ba (ist schon lange her), Fabian Soller (erst einmal spielen gesehen), Stefan Glarner & Benjamin Lüthi (kam erst zu Teileinsätzen).

So ich denke, dies sollte als kleine Saisonvorschau im Licht der Thuner vollkommen reichen. Tod gesagte leben länger – bisher traf beim FC Thun immer das Gegenteil der Prognosen der sogenannten Fussballexperten ein! In einem halben Jahr wissen wir mehr (Stadion) und in einem Jahr wissen wir es sicher!

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