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Jul
12
2007

Zwangsabstieg für den FC Thun immer wahrscheinlicher?

Wenn der FC Thun bis Ende März 2008 kein Baugesuch für ein neues Stadion präsentieren kann, dann steigt der FC Thun aufgrund der “Regeln” des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) ab (was das mit Sport zu tun hat: keine Ahnung! Ist aber so!). Gegen das Thuner Stadion wurde ja (wie bereits berichtet) ein Referendum mit Volksvorschlag ergriffen. Bei diesem Volksvorschlag geht es darum (wer es dann wirklich glaubt), dass das Stadion einige dutzend Meter nach Osten verschoben werden soll, um damit einen Ponyhof und Schrebergärten zu “retten”. Die Organisation “Klarheit” dient bekannteren Stadtbürgern (Füdlibürgern) im Schutz der Organisation (also anonym) sich für solche “imageschädigende” Ziele einzusetzen.

Gestern wurde der Volksvorschlag und das Referendum von der Stadt Thun als gültig erklärt. Es wird demnach am 25. November zu einer Variantenabstimmung kommen. Fast gleichzeitig hat die Burgergemeinde dem Schrebergarten-Verein mitgeteilt, dass ihr bereits vor einiger Zeit gekündigter Vertrag nun umgesetzt wird und das Areal bis Ende Februar 2008 geräumt werden muss.

Nun damit ist der Volksvorschlag praktisch hinfällig, kann aber nicht mehr zurückgezogen werden. Dieser Schritt hätte von der Burgergemeinde in Thun bereits vor langer Zeit gemacht werden sollen. Jetzt aber wird dadurch der Zorn des Volkes geschürt – leider verwechseln viele Thuner die Burgergemeinde mit der Stadt Thun und dem FC Thun selbst (als kleine Erinnerung: das Land gehört immer noch der Burgergemeinde und nicht der Stadt Thun [und schon gar nicht dem Investor oder dem FC Thun]). Dreckwäsche und ein schmieriger Abstimmungskampf sind voraussehbar.

Denn entscheidet sich das Thuner Volk (schon das ist bei diesen Grieskrämmern unwahrscheinlich) für das Stadion, wird es sich garantiert für den Volksvorschlag entscheiden, nur um der Stadtregierung eins auszuwischen (und natürlich noch dem Dr. Kurt Weder [Präsident des FC Thun]) – tragisch aber wahr!

Der Volksvorschlag hat einen grossen Hacken: die unbenutzbare Fläche zwischen Stadion und Autobahn (wo heute noch die Schrebergärten stehen). Die Burgergemeinde würde im Falle der Annahme des Volksvorschlags das Land nicht an die Stadt bzw. den Investor abtreten – auf gut deutsch: es gibt kein Stadionprojekt mehr – geschweige denn von einem Baugesuch in naher Zukunft.

Ablehnung und Annahme mit Volksvorschlag führen beide zu keine Stadion, was korrekt gedeutet den Zwangsabstieg des FC Thun auf die nächste Saison 2008/09 bedeutet.

Also liebe Bürgerinnen und Bürger (nicht nur die der Burgergemeinde) der Stadt Thun, überaschen Sie mich positiv, geben Sie der Griessgrämmerkultur und einigen wenigen egoistischen anonymen Personen keine Chance, sichern Sie Arbeitsplätze, sichern Sie den Wirtschaftsstandort Thun, sichern Sie die Sportvereine und damit die Zukunft der Jugend, sichern Sie die Zukunft des FC Thun (trotz fragwürdigen Auflagen des Fussballverbands) und stimmen Sie am 25. November JA zur ZPP Thun Süd. Es würde mich als Uetendorfer freuen!

Links zum Thema:
Thun Süd: Variantenabstimmung voraussichtlich am 25. November
Reaktionen zur geplanten Stadion-Abstimmung
Stadion Thun kommt vors Volk
Aus für Schrebergärten
Zwei Varianten kommen vors Volk
FC Thun Forum

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.matusz.ch/blog/2007/07/12/zwangsabstieg-fur-den-fc-thun-immer-wahrscheinlicher/

3 Kommentare

  1. Alain Brülisauer sagt:

    vor einem jahr hat das thuner stimmvolk klar nein zu einem neuen Stadion gesag. ok, der erneute vorschlag wird nicht von steuergeldern getragen aber das produkt bleibt das gleiche. Also wählt ein nein für beide varianten und werdet endlich wach und spilt im neuen stadion in bern und kommt weg von diesem bünzli denken eine richtige stadt braucht ein stadion….sonst sind wir ja keine stadt….ohne stadion

  2. Patrick sagt:

    Nein, vor 1 1/2 Jahren wurde nicht das Stadion abgelehnt, sondern das ganze Projekt mit dem Landabtausch, der neuen Bewirtschaftung des Lachenareals, etc. Das Gesamtprojekt (und nicht das Stadion alleine) wurde bachab geschickt. Heute ist es ganz einfach nur noch das Einkaufszentrum mit Stadion und betrifft nur noch Thun Süd. Mit dem Standort in Bern ist das so eine Sache. Man benötigt mehr als 10’000 Zuschauer pro Spiel um überhaupt einen Ertrag aus den Heimspielen zu erwirtschaften. Der FC Thun backt aber wie bisher mit kleinen Brötchen und kann sich einen solchen Unsinn nun wirklich nicht leisten. Ein Bünzli verhindert die mehrheitlich positive Weiterentwicklung der Stadt Thun und stimmt Nein. Ich habe absolut nichts gegen Stadion-Gegner, wenn diese mir mehr negative als positive Punkte aufzählen können. Und denk daran, vielleicht erhälst auch Du mal im Einkaufszentrum oder Stadion eine Arbeitsstelle, statt jahrelang arbeitslos zu sein… Das Stadion ist eine Chance für mehrere hundert Personen, welche heute keine Arbeitstelle haben…

  3. Alain Brülisauer sagt:

    Du hast mich faltsch verstanden. Das mit einem eigenen Stadion ist eine Sache, das kann gut Saisonale auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben. Jedoch sollte der FCT nicht nur in Bern spielen, damit verbunden währe natürlich auch ein zusammenschluss mit YB, so könnten Kosten gespart werden (Stadion,Verwaltung) und der Kanton würde etwas mehr zusammenwachsen. Warum soll mann einen Sport unterstützen der weder etwas für den ganzen Breitensport machtnoch eine Vorbildfunktion übernimt und so negativ in erscheinung tritt………
    Bitte Hemdausziehen, “Bubälä” und immer wieder diese unfairnes. Ich habe es satt…..

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